Aromatherapie Selber machen

Raumduft selber machen: Duftmischungen für mehr Fokus & Konzentration

2. April 2020

Mich im Home Office (Ich arbeite ja immer von zu Hause.) von einem schönen Duft umgeben zu lassen, hat für mich etwas sehr Meditatives. Dazu fördert es die Konzentration und lässt mich sogar kreativer arbeiten. Deshalb habe ich mir ein paar Duftmischungen überlegt, die für mehr Fokus und Leichtigkeit beim Arbeiten sorgen.

Sie sind sehr einfach nachzumachen und eignen sich zum Beispiel für einen Aroma-Diffuser, aber auch für Duftstäbchen oder als Raumspray. Was ich auch ganz spannend finde, sind Duftsteine (zum Beispiel solche). Man beträufelt sie mit ein paar Tropfen der Duftmischung und legt sie dann zum Beispiel auf den Schreibtisch. Das sorgt für eine angenehm duftende Atmosphäre am Arbeitsplatz.

Ich liebe ja meinen Diffuser und lasse ihn gerade jeden Tag laufen. Für mich ist es die unkomplizierteste Art, einen Raum angenehm duften zu lassen und gleichzeitig die Luft zu befeuchten. Hier sind also ein paar Ideen für selbst gemachte Duftölmischungen, die für Konzentration und Fokus beim Arbeiten sorgen und gleichzeitig Stress reduzieren:

  • #1 Exotik statt Stress: Limette, Rosmarin & Ingwer
  • #2 Klarer Kopf: Grapefruit, Pfefferminze & Süßorange
  • #3 Urlaub zu Hause: Süßorange, Lavendel & Zitrone

#1 Exotik statt Stress: Limette, Rosmarin & Ingwer

Stell dir vor, du sitzt nicht am Schreibtisch, sondern schlürfst irgendwo am Meer ein eiskaltes Getränk mit Limette und Ingwer?! Du bist sofort entspannt, oder?! Limette ist Exotik und Sommer pur, währenddessen Rosmarin und Ingwer etwas Herbes und Erfrischendes mitbringen. Wichtig ist bei der Arbeit mit ätherischen Ölen immer der sorgsame Umgang mit den Mengenangaben. Damit diese konzentrationsfördernde Duftmischung ausgewogen ist, empfehle ich diese Verhältnisse:

  • 70% Limette
  • 20% Rosmarin
  • 10% Ingwer

Limette, die “grüne Schwester” der Zitrone

Wenn ich die Limette beschreiben müsste, würde ich ihren Duft am ehesten als spritzig, exotisch und frisch bezeichnen. Sie kommt der Zitrone und der Grapefruit am nächsten, hat aber eine unvergleichbar individuelle Note. Die kennen wir zum Beispiel von einem eiskalten Mojito oder auch aus der asiatischen Küche. In einem Raumduft sorgt sie für wahre Lebendigkeit. Sie wirkt auf der mentalen Ebene:

  • stimmungsaufhellend
  • aktivierend
  • konzentrationsfördernd

Rosmarin, das magische Kraut

Rosmarin weckt die Lebensgeister! Allein an einem Rosmarinzweig oder -busch zu schnuppern, gibt uns einen richtigen Energieschub. Im Mittelalter glaubten die Menschen, Rosmarin könne die Lebenden und auch die Toten vor bösen Geistern beschützen. Noch ein Grund mehr, das ätherische Öl als Raumduft zu verwenden. Auf der mentalen Ebene hat es diese Superkräfte:

  • anregend
  • gedächtnisstärkend
  • konzentrationsfördernd

Ingwer, die Wunderknolle, die die Welt erobert

Ingwer ist mittlerweile überall. Er stärkt das Immunsystem, wirkt entzündungshemmend und entgiftend. Das machen wir uns nicht zuletzt in der Ernährung und in der Hautpflege zunutze. Noch etwas unbekannter ist das ätherische Öl des Ingwers. Es ist die sanfte Essenz der scharfen Wurzel, denn es hat zwar dieses typische Aroma des Ingwers, allerdings gehen die Scharfstoffe der Wurzelknolle bei der Wasserdampfdestillation nicht in das ätherische Öl über. So ist es, gerade auch im Duft, um einiges milder. Es bringt in jede Duftmischung eine angenehme Würze, die nicht zu herb ist. In einem Raumduft wirkt es:

  • stimmungsaufhellend
  • ausgleichend
  • stabilisierend

#2 Klarer Kopf: Grapefruit, Pfefferminze & Süßorange

Wer produktiv arbeiten möchte, braucht einen klaren Kopf und positive Gedanken. Genau das fördert die zweite Duftölmischung aus Grapefruit, Pfefferminze und Süßorange. Wichtig hierbei ist, das richtige Mengenverhältnis der einzelnen Duftkomponenten zu wahren (siehe unten), da die Pfefferminze sehr dominant ist und womöglich die anderen Düfte zu stark überlagert. Ich empfehle dir das folgende Mengenverhältnis, damit der Duft ausgewogen ist:

  • Grapefruit: 50%
  • Pfefferminze: 5%
  • Süßorange: 45%

Grapefruit, für Fröhlichkeit & Heiterkeit

Die Grapefruit steht für Lebenslust und Leichtigkeit. Genau das, was wir brauchen, wenn wir uns fokussieren oder kreativ arbeiten müssen. Durch nichts lassen wir uns mehr aus der Ruhe bringen, als wenn wir uns selbst unter Druck zu setzen. Die Lösung? Ein Raumduft mit Grapefruit! Sie schafft es sogar, uns aus einem Mittagstief herauszuholen und neue Energie zu mobilisieren, wenn wir doch mal durchhängen. Zusammengefasst wirkt die Grapefruit auf der mentalen Ebene:

  • anregend
  • konzentrationsfördernd
  • stimmungsaufhellend

Pfefferminze, pure Erfrischung

Die Pfefferminze ist eine der wenigen Pflanzen, deren Heilkräfte ausschließlich in ihrem ätherischen Öl liegen (anders als z.B. beim Ingwer, siehe oben). Als natürliche Behandlungsmethode bei Kopfschmerzen und Migräne hat sich Pfefferminze schon einen Namen gemacht. Für einen Raumduft ist sie aus diesen Gründen so spannend

  • reinigt die Luft
  • klärend
  • konzentrationsfördernd

Süßorange, die liebliche Zitrusfrucht

Die Süßorange ist eines meiner absoluten Lieblingsöle. Es ist so vielseitig einsetzbar und bringt in jedem Duft etwas Fruchtiges und Liebliches zum Vorschein. Sie beschwingt unseren Geist, denn auf der mentalen Ebene ist sie:

  • belebend
  • entspannend
  • aufhellend

#3 Urlaub zu Hause: Süßorange, Lavendel & Zitrone

Die dritte Duftmischung ist eine Hommage ans Mittelmeer. Kein anderer Urlaubsort erinnert mich so an die Kombination aus Zitrusfrüchten und Lavendel. Gut, okay, auf einer Sonnenterrasse irgendwo in Südfrankreich zu sitzen, erscheint mir jetzt auch irgendwie schöner als am Schreibtisch. Aber lass uns dieses Gefühl doch nach Hause in unsere vier Wände holen! Hier sind die Mengenverhältnisse ausgewogener als bei den anderen beiden Duftmischungen. Du kannst auch ein bisschen herum experimentieren.

  • Süßorange: 30%
  • Lavendel: 40%
  • Zitrone: 30%

Lavendel, die lila Wunderpflanze

Lavendel stammt vom Lateinischen “lavare” ab, was so viel bedeutet wie “waschen”. Genau das wird dem Lavendel auch zugesprochen: Er reinigt, sowohl auf der körperlichen als auch auf der geistigen Ebene. Wir verbinden den Duft des Lavendels in der Regel mit Reinheit und Zufriedenheit. Er kann uns sowohl entspannen als auch anregen. Je nachdem, was wir gerade brauchen. In diesem selbst gemachten Raumduft wirkt er:

  • ausgleichend
  • beruhigend
  • aufbauend
  • stimmungsaufhellend
  • erfrischend

Zitrone, die gelbe Gute-Laune-Frucht

In Japan hat man festgestellt, dass der Krankenstand eines Unternehmens mit dem Einsatz von Zitronenöl in Büroräumen um fast die Hälfte gesunken ist, währenddessen die Produktivität entsprechend stieg. Tatsächlich hat die gelbe Gute-Laune-Frucht, ähnlich wie Lavendel, ein erstaunliches Wirkungsspektrum in der Aromatherapie. Sie erinnert uns nicht nur an einen Sommerurlaub am Meer, sondern wirkt auf der mentalen Ebene vor allem:

  • stimmungsaufhellend
  • aktivierend
  • konzentrationsfördernd

Im Übrigen habe ich die Düfte so ausgewählt, dass du sie untereinander auch anders mischen kannst. Also statt Ingwer beispielsweise Zitrone oder statt Lavendel Limette. Welches sind deine Lieblingsdüfte?

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