Naturkosmetik

5 Tipps für den Umstieg auf Naturkosmetik

11. Februar 2018

Zugegeben, ich nutze schon seit 2013 Naturkosmetik. Damals habe ich bei Melvita, einer französischen Marke für Naturkosmetik, gearbeitet und meine Leidenschaft für grüne Pflege entdeckt. Bis dahin habe ich mich nie wirklich mit den Inhaltsstoffen meiner Kosmetik auseinandergesetzt und zu allem Übel auch noch ständig neue Produkte ausprobiert. Das macht eine Zeit lang Spaß, ist auf Dauer aber ziemlich frustrierend, vor allem, wenn die Haut darunter leidet. Zum Glück sind diese Zeiten lange vorbei. Heute kaufe ich nur noch ausgewählte Produkte und kenne meine Haut viel besser. Sie steht – wie ich – auch niemals still und ist ständig in Bewegung, was vor allem mit dem weiblichen Zyklus zu tun hat, aber durch sie habe ich auch mich viel besser kennengelernt. Was ich dir bei deinem Naturkosmetik-Debut mitgeben kann, verrate ich dir in diesem Post.

1. Es langsam angehen lassen

Wenn du auf Naturkosmetik umsteigen möchtest, musst du nicht von 0 auf 100 deine gesamte Pflegeroutine umstellen. Es reicht, wenn du Schritt für Schritt jedes konventionelle Produkt durch ein natürliches ersetzt. Lass es lieber langsam angehen und brauche deine Produkte, die du gerade verwendest, nach und nach auf. Haut und Haare benötigen sowieso eine gewisse Zeit, um sich an die neue Pflegesituation zu gewöhnen. So kannst du ihnen den Umstieg etwas erleichtern.

Konventionelle Pflege durch Naturkosmetik zu ersetzen, ist keine Sache von einem Tag oder einer Woche. Es ist mehr ein Projekt, denn tatsächlich nimmt der Umstellungsprozess wesentlich mehr Zeit in Anspruch, als es zu Anfang scheint. Spätestens beim ersten Einsatz eines naturkosmetischen Shampoos wirst du merken, dass sich die Haare nicht sofort so anfühlen wie du es vielleicht gewöhnt bist. Denn pflanzliche Öle haben nicht den gleichen Soforteffekt wie zum Beispiel Silikone, dafür wirken sie in der Tiefe und bauen die Haarstruktur von innen wieder auf. Doch keine Angst, das ist alles Gewöhnungssache und in diesem Fall wird Geduld tatsächlich belohnt.

2. Die Haut muss wieder atmen lernen

Auf Naturkosmetik umzusteigen, kann bedeuten, dass sich Hautprobleme am Anfang auch verschlimmern können, bevor sich eine sicht- und fühlbare Verbesserung einstellt, denn gewisse Fähigkeiten muss die Haut durch die Umstellung erst wieder „erlernen“. Durch die Verwendung von synthetischen Cremes mit vielen Silikonen und Paraffinen gewöhnt sich die Haut an eine künstliche Schutzschicht, die sie zwar vor äußeren Einflüssen abschirmt, jedoch ihre Abwehrkräfte stark schwächt. Sobald dieser künstliche Film wegfällt, kann die Haut mit Rötungen reagieren, da sich ihre Abwehrkräfte wieder aufbauen müssen und sie auch das Atmen erst wieder erlernen muss. Der gesamte Umstellungsprozess auf Naturkosmetik kann zwei bis vier Wochen dauern. In dieser Zeit können auch Pickel und Unreinheiten auftreten, da die Schadstoffe aus Konservierungsstoffen und Weichmachern über die Poren ausgeschieden werden.

3. Die Haarpflege nicht über den Kopf wachsen lassen

Die Haarpflege mit Naturkosmetik ist am Anfang meist eine haarige Angelegenheit, denn die Umstellung kann bis zu zwei Monate dauern. Genauso wie in Cremes stecken auch in konventioneller Haarpflege viele Silikone und Paraffine, durch die sich die Haare von ganz allein weich und geschmeidig anfühlen – aber nur an der Oberfläche. Denn je mehr sich dieser lichtreflektierende Film aus synthetischen Weichmachern herauswäscht, desto sichtbarer wird die wahre Struktur der Haare. Und da die Haare in den meisten Fällen lange Zeit auf echte Pflege verzichtet haben, können sie sehr trocken werden und sich in den ersten Wochen und Monaten sehr spröde anfühlen. Eine andere Reaktion kann schnelles Nachfetten sein. Denn synthetische Tenside, also Schaumbildner, wirken stark austrocknend, woran sich die Kopfhaut gewöhnt hat.

Sobald du also deine synthetische durch natürliche Haarpflege ersetzt, brauchen deine Haare erst einmal Zeit, um sich an die neue Pflegesituation zu gewöhnen. Einmal werden alle synthetischen Weichmacher und Konservierungsstoffe nach und nach herausgewaschen, währenddessen pflanzliche Inhaltsstoffe beginnen, die Haarstruktur von innen zu reparieren und die Kopfhaut wieder aufzupäppeln. Deswegen ist es am Anfang ratsam, Haare und Kopfhaut mindestens ein Mal pro Woche mit einer tiefenwirksamen Maske zu verwöhnen. Zudem bringen Shampoos mit milden Tensiden aus Aminosäuren, Kokos- und Zuckermolekülen sowie natürlichen Pflanzenextrakten die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht.

4. Sich für Neues öffnen

Wer auf Naturkosmetik umsteigt, der wird neben Cremes und Lotions auch eine ganz neue Welt der Pflege entdecken. Viele Produkte, die in der Naturkosmetik gängig sind, tauchen in der konventionellen Kosmetik gar nicht auf. Dazu gehören zum Beispiel Blütenwasser oder reine, pflanzliche Gesichtsöle. Wer fettige Haut hat, wird irgendwann in seinem Leben schon mal gehört haben, dass er lieber auf Öl verzichten sollte. Dabei kann das richtige Gesichtsöl fettige und unreine Haut regulieren und das Hautbild auf lange Sicht sogar verbessern. Durch die Umstellung auf Naturkosmetik wirst du deine Haut neu kennenlernen und mit ziemlicher Sicherheit neue Pflegeroutinen entwickeln. Dazu gehören natürlich auch eine gewisse Portion Neugier und die Lust, sich auf neues Terrain zu wagen.

5. Geduld wird belohnt

Die Haut benötigt bis zu vier Wochen, die Haare sogar bis zu mehreren Monaten, bis sie sich vollständig auf Naturkosmetik eingestellt haben. Manch einer wird sich nun wahrscheinlich fragen, ob sich diese Wartezeit wirklich lohnt. Zumal sich durch den Umstieg auf Naturkosmetik Haut- und Haarprobleme am Anfang sogar verschlechtern können. Um die Frage direkt zu beantworten: Ja, es lohnt sich. Denn sobald Haut und Haare in den Genuss echter Pflege gekommen sind und sich von jahrelangen Strapazen erholt haben, wird die Geduld belohnt – mit natürlich glänzenden Haaren und geschmeidiger Haut. Der Schlüssel dafür liegt in der Wirkkraft natürlicher Öle und Feuchtigkeitslieferanten, die tief in Haut und Haare eindringen und sie von innen heraus pflegen.

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