Aromatherapie

Kräuterdampfbad für strahlende Haut

4. April 2019

Neben Masken und Peelings gibt es eine ganz natürliche Möglichkeit, der Haut Zeit zum Entspannen und Regenerieren zu schenken: Gesichtsdampfbäder. Als eines der ältesten Schönheitsrituale reinigen sie die Haut von innen und kurbeln die Durchblutung an. Das Ergebnis ist ein gesunder und rosiger Teint. Wie nach einem Saunabesuch.

Eine Auszeit für deine Haut

Den warmen Dampf auf der Haut spüren, die Augen schließen und ganz tief durchatmen. Spürst du, wie gut das tut? Ein Gesichtsdampfbad ist eine kleine Auszeit vom Alltag – Zeit für dich selbst, Zeit für eine Pause von allem um dich herum. Einfach ein paar Kräuter, Blüten oder 1-2 Tropfen ätherisches Öl mit heißem Wasser übergießen und schon kannst du in Gedanken in den Urlaub fahren. Malediven, Brasilien oder Thailand? Die Welt liegt dir zu Füßen und deine Haut freut sich über eine sanfte Tiefenreinigung. Bei Gesichtsdampfbädern sind der Kreativität eigentlich keine Grenzen gesetzt, vorausgesetzt es handelt es sich um reine Naturprodukte, die eine sanfte Wirkung auf die Haut haben.

Hör’ auf deine Haut

Unsere Haut wird von vielen äußeren und inneren Faktoren beeinflusst, die sich auch meist in ihrem Erscheinungsbild widerspiegeln. Genau deshalb mache ich so gerne Gesichtsdampfbäder, denn sie geben der Haut genau das, was sie gerade braucht. Was braucht deine Haut im Moment? Hier sind ein paar Ideen, was du in dein Gesichtsdampfbad hineinlegen kannst und zu welchem Hautzustand es besonders gut passt:

  • Empfindliche Haut: Kamillenblüten, Ringelblumen, Lavendel, Honig
  • Unreine Haut: Teebaumöl, Rosmarin, Thymian, Salbei, Lavendel
  • Fahle Haut: Lavendel, Melisse, Gänseblümchen, Honig, Rosenöl

Und das ist mein Favorit: Ich lege eine Handvoll frischen (oder getrockneten) Rosmarin und Thymian in eine große Schüssel, gebe eine ausreichende Menge Honig darüber und übergieße alles mit heißem Wasser. Dann lege ich für 5-10 Minuten mein vorher gereinigtes Gesicht über die Schüssel. Dabei bedecke ich meinen Kopf mit einem Handtuch und lasse den Dampf auf meine Haut wirken. Das kannst du im Grunde so lange machen, bis das Wasser zu kalt wird und sich der Dampf nicht mehr warm auf der Haut anfühlt. Ich empfehle immer 20 Minuten.

Reinigung von innen

Ähnlich wie beim Saunieren öffnen sich bei einem Gesichtsdampfbad die Poren, wodurch Verschmutzungen und überschüssiger Talg abtransportiert werden können. Gleichzeitig nimmt die Haut wichtige Pflanzenwirkstoffe auf, die sie stärken und beleben. Je nachdem, was du in dein Gesichtsdampfbad hineingibst, entfalten die Pflanzen eine bestimmte Wirkung. In meinem Fall:

  • Rosmarin: wirkt durchblutungsfördernd und leicht antibakteriell, zudem wird der Hautstoffwechsel angekurbelt
  • Thymian: wirkt durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und antimikrobiell
  • Honig: enthält viele Mineralien, Enzyme und Aminosäuren, stärkend, durchblutungsfördernd, antibakteriell, entzündungshemmend, glättend

Nach dem Dampfbad tupfe ich mein Gesicht trocken und tränke ein Wattepad mit Blütenwasser (z.B. Rose, Orangenblüte oder Lavendel), das ich im Kühlschrank aufbewahre. Dadurch wird die Haut tonisiert und gleichzeitig die Poren wieder geschlossen. Alternativ kann das Gesicht auch mit kaltem Wasser abgespült werden. Ob deine Haut hinterher eine Pflege braucht, hängt davon ab, wie sie sich nach dem Dampfbad anfühlt. Meine Haut ist meistens so gesättigt, dass ich maximal ein leichtes , reines Gesichtsöl (z.B. Süßmandelöl oder Aprikosenkernöl) auf die noch feuchte Haut auftrage.

Auf diese Weise schicke ich meine Haut einmal kurz in den Urlaub und gönne ihr etwas Entspannung vom Alltag. Am schönsten ist ein Gesichtsdampfbad vor dem Schlafengehen oder an einem kuscheligen Sonntag zu Hause. Probier‘ es doch mal aus!

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