Lifestyle Stadtleben

Pflanzen-Guide: Die Küche wird zum Urban Jungle

21. Mai 2020

/// Anzeige /// Überall in unserer Wohnung stehen Pflanzen, nur in der Küche bisher irgendwie nicht. Als ich mich gefragt habe, warum, ist mir keine Antwort eingefallen. Was spricht gegen Pflanzen in der Küche? Vielleicht dachte ich, dass sie das Kochen nicht gut vertragen würden. Oder ich hatte Angst, es wäre der falsche Standort. Wie auch immer, ich habe die Challenge angenommen und unserer Küche ein kleines Urban Jungle-Makeover verpasst. Dabei habe ich viele neue Dinge erfahren. Zum Beispiel was Pflanzen in der Küche brauchen, welche sich für die eigene Küche eignen und wie man den richtigen Standort findet. All meine Erkenntnisse habe ich in diesem kurzen Guide noch einmal für dich zusammengefasst.

Dieser Guide ist in Zusammenarbeit mit Bosque entstanden. Das Berliner Pflanzen-Start-Up bringt Natur nach Hause (“Bring Nature Home”). Ihr Ziel: Das Zusammenleben von Mensch und Pflanze zu vereinfachen. Sie liefern hochwertige, nachhaltig gezüchtete und langlebige Pflanzen direkt nach Hause (innerstädtisch sogar mit Kurier). Die Pflanzen wurden bereits liebevoll eingetopft, das heißt, sie kommen samt elegantem Übertopf in weiß oder grau. Wissen und Werkzeuge rund um die Pflege der neuen, grünen Mitbewohner sind übers Smartphone unkompliziert abrufbar.

1. Die Küche, ein Ort für Pflanzen?

Lass uns mal ganz sanft ins Thema starten und die Küche als Ort für Pflanzen aus einer allgemeinen Perspektive betrachten.

  • In der Küche kann es heißer hergehen als im Rest der Wohnung.
  • Das macht sie zum perfekten Standort für Pflanzen aus subtropischen Regionen.
  • Die beim Kochen entstehende Luftfeuchtigkeit kommt dem Wachstum der botanischen Mitbewohner zusätzlich zugute.

2. Kleine Küche, was nun?

Ich habe, wie die meisten Großstädter wahrscheinlich auch, eine recht kleine Küche. Deswegen habe ich mich gefragt, wie sich die Größe des Raums auf die Standortwahl der Pflanzen auswirkt. Ich war beruhigt, dass eine kleine Küche per se kein Ausschlusskriterium ist. Allerdings gilt es etwas sehr Wichtiges zu beachten:

Bei kleinen Küchen solltest du darauf achten, dass die Pflanzen nicht zu nah am Ofen stehen.

Alexander von Bosque

3. Abstand zum Herd, bitte!

Die Küche ist ein Ort zum, na klar, Kochen. Dämpfe und Bratfett, das in der Gegend umher spritzt, gehören zu einer gut genutzten Küche. Darunter können Pflanzen leiden, wenn sie zu nah am Herd stehen. Gerade Fett kann sich auf den Blättern absetzen und sie “verkleben”. Ebenfalls würde ihnen die Hitze vom Ofen zu schaffen machen. Deswegen:

  • Auf ausreichend Platz zum Ofen bzw. Herd achten!
  • Luftfeuchtigkeit ist gut, direkte Wärme bzw. Hitze ist nicht gut!

4. Lass deine Küche über die richtige Pflanze entscheiden!

Bevor ich mich für die Pflanzen entschieden habe, die schließlich in meine Küche eingezogen sind, habe ich mir zuerst einmal die Empfehlungen von Bosque angeschaut. Welche Pflanzen aus ihrem Sortiment sich für die Küche eignen, haben sie in einer Übersicht zusammengefasst.

Danach habe ich mich gefragt, ob meine Küche wirklich tropischer ist als der Rest der Wohnung? In meinem Fall ist die Küche ein eher kühler Ort. Bei mir hat es sogar der Sauerteig in der Küche schwer. Allerdings geht es dann beim Kochen heiß her. Da der Raum recht klein ist, stiegt die Luftfeuchtigkeit exponentiell, sobald ich mit den Töpfen klappere. Aus diesen Gründen habe ich mich für Pflanzen entschieden, die sich an verschiedene Gegebenheiten anpassen können. Et voilà, die Finalisten sind:

Monica, die Monstera

Mit einer Monstera, alias Fensterblatt, kann man nie etwas falsch machen. Sie ist ja mittlerweile allseits bekannt und, wie die anderen Pflanzen auch, ein unkomplizierter Mitbewohner. Was ich an ihr liebe: ihre schöne Blattform, die an ein Herz erinnert.

  • heller Standort ohne zu intensives Sonnenlicht
  • etwa 2x pro Woche gießen
  • mag hohe Luftfeuchtigkeit

Zamier, die Glücksfeder

Zamier kenne ich noch von früher. Meine Eltern hatten auch so eine Pflanze. Ich glaube, fast jeder Haushalt hat eine Glücksfeder zu Hause. Was ich an ihr liebe: die changierenden Grüntöne (dunkles, glänzendes Grün auf der Blattoberseite, helleres, mattes Grün auf der Unterseite).

  • unkomplizierter Mitbewohner
  • braucht nur selten Wasser
  • mag sowohl helle als auch dunkle Standorte

Elli, die Efeutute

Ähnlich wie bei der Monstera startete die Bilderbuchkarriere der Efeutute auch auf Instagram und Pinterest. Das ist aber nicht der Grund, warum ich mich für sie entschieden habe. Sie ist eine der wenigen Pflanzen, die sowohl hängend als auch stehend eine super Figur machen. Was ich an ihr liebe: ihr wildes Wachstum.

  • halbschattiger bis heller Standort
  • intensive Luftreinigung
  • braucht feuchte Erde und darf nicht austrocknen
  • mag keine Katzen und Haustiere

Elaine, die Marble Queen

Elaine ist Ellis Schwester und gehört ebenfalls zu den Efeututen. Sie hebt sich durch ihre elegante creme-weiße Blattmaserung ab. Was ich an ihr liebe: die außergewöhnlichen Spähren ihrer Blätter.

  • schattiger Standort
  • kann sehr schnell wachsen
  • ihre Erde darf nie ganz austrocknen
  • mag keine Katzen und Haustiere

Sanza, die Sansevieria Moonshine

Sanza ist kein klassischer Bogenhanf, gehört aber dazu. Sie unterscheidet sich durch ihr einfarbiges, grün-mattes Blattwerk von ihren gestreiften Brüdern und Schwestern. Was ich an ihr liebe: die schlichte Eleganz der ungewöhnlichen Blattfarbe.

  • stellt keine hohen Ansprüche an Standort oder Pflege
  • reinigt die Luft intensiv
  • produziert sogar nachts Sauerstoff

Extratipp: Welche Pflanze eignet sich für Ableger?

Was wir im Alltag als Ableger kennen, bezeichnen Botaniker als Rückschnitt. Es bedeutet im Endeffekt, dass Teile der Pflanze abgeschnitten werden, sie also zurückgeschnitten wird. In der Regel macht man das im Frühjahr, wenn die Pflanze nach dem dunklen Winter wieder mehr Licht und Energie zur Verfügung hat. Die neue Kraft steckt sie nämlich in ihr Wachstum. Gründe für einen Rückschnitt können sein:

  • mangelnder Platz: Manche Pflanzen wachsen so rasant, dass wir sie zähmen müssen.
  • fehlendes Wachstum: Wenn die Pflanze leidet und nicht weiter wächst, kann ihr ein Rückschnitt neue Luft und Energie für Wachstum verschaffen.
  • kosmetische Gründe: Wie beim Friseur, manchmal müssen die Haare aus optischen Gründen gekürzt werden.

Nicht jede Pflanze eignet sich für das Schneiden von Ablegern. In meinem Fall wären das die Monstera und die Efeututen. Als Faustregel empfiehlt Bosque:

Hat eure Pflanze einen deutlich erkennbaren Stamm, von dem Triebe ausgehen, so könnt ihr euch an ihr mit einer Gartenschere zu schaffen machen. Sprießen hingegen nur einzelne Blätter aus dem Boden und ist kein hölzerner Stamm sichtbar, lasst besser euer Schneidewerkzeug davon! Ausgenommen hiervon sind selbstverständlich welke oder kranke Blätter, diese müssen trotzdem entfernt werden.

Fabian von Bosque

Ich freue mich sehr über meine neuen Mitbewohner. Mit den Pflanzen wirkt die Küche viel freundlicher und ich halte mich noch ein bisschen lieber dort auf. Blick in die Küche? Dann schau dir mein Mini-Makeover an und erfahre gleich noch, wie ein Vorratsschrank gleichzeitig minimalistisch und abwechslungsreich sein kann.

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