Drei Wochen Bali: Warum ich mit Handgepäck reise

Magazin
Drei Wochen Bali: Warum ich mit Handgepäck reise

Unsere Reise nach Bali war durch und durch ein Abenteuer, das schon damit begann, dass mein Freund und ich drei Wochen nur mit Handgepäck unterwegs waren. Was für uns von Anfang an feststand, war für manch anderen aus unserem Umfeld ein kleiner Schock. Wie wir es geschafft haben, uns radikal einzuschränken und warum wir doch nichts vermisst haben, verrate ich euch in diesem Post. Ein kleiner Einblick in unsere Reiseplanung und vor allem in meine Kosmetiktasche.

Für jemanden wie mich, der sich tagtäglich mit Kosmetik umgibt und dessen Bad einem kleinen Spa ähnelt, ist eine Reise ausschließlich mit Handgepäck eigentlich schon ein Abenteuer an sich. Warum tut ihr euch das an, mit so wenig Gepäck zu reisen? Was, wenn ihr etwas Wichtiges vergesst, wenn euch etwas fehlt? All diese Fragen bekamen wir im Voraus unserer Reise des öfteren gestellt. Das Witzige an der Sache ist: Im Grunde genommen ist es egal, mit wie viel Gepäck man reist. Auch im größten Koffer kann etwas fehlen. Deswegen haben wir uns einfach nicht reinreden lassen und unser Ding durchgezogen. Ohne Kompromisse und vor allem ohne Verzicht.

Für den einen Verzicht, für den anderen Freiheit

Als mein Freund und ich Mitte Februar angefangen haben, unsere Reise nach Bali zu planen, stand von Anfang an fest: Wir reisen nur mit Handgepäck. Dafür gab es drei Gründe:

  • Wir wollten herumreisen und nicht drei Wochen an einem Ort bleiben.
  • Wir hatten überhaupt keine Lust auf sperrige Koffer oder riesige Rucksäcke.
  • Wir sind Minimalisten und legen auf Schnickschnack generell nicht so viel Wert.

Unser Umfeld hat darauf erst einmal verdutzt reagiert. Sowohl Familie als auch Freunde waren zum Großteil davon überzeugt, dass wir entweder auf zu viel verzichten müssten (ein Unding im Urlaub!) oder uns vor Ort etwas Wichtiges fehlen würde. Beides war in drei Wochen nicht ein einziges Mal der Fall. Weder haben uns essentielle und lebensnotwendige Dinge gefehlt, noch haben wir uns sonst in irgendeiner Form beeinträchtigt gefühlt. Ganz im Gegenteil, wir fühlten eine ungemeine Freiheit und waren mehr als ein Mal froh, mit Handgepäck losgezogen zu sein. Insbesondere am Flughafen hat uns unser minimalistisches Gepäck vor einem Riesenchaos bewahrt, denn wir wurden auf dem Hinflug zwei Mal wegen Verspätung umgebucht und mussten unverhofft eine Nacht im Hotel am Pariser Flughafen verbringen (Air France hatte mal wieder gestreikt). Das wäre mit Aufgabegepäck ein absoluter Urlaubskiller geworden.

Die gute alte Planung

Wer mit Handgepäck auf eine mehrwöchige Reise ans andere Ende der Welt geht, der sollte nicht einen Abend vor der Abreise anfangen, seine Sachen zu packen. So habe ich das zumindest bisher immer gehandhabt. Als feststand, dass wir nach Bali fliegen, habe ich uns zu Hause eine große Kiste leergeräumt und ab sofort alle Dinge, die ich mitnehmen wollte, in die Kiste getan. Ich dachte, wenn dort alles reinpasst, dann passt es auch in unsere Rucksäcke. Außerdem habe ich mir im OneNote eine Liste angelegt, um alles Organisatorische sowie unsere Packliste im Blick zu haben. Sie war fortan mein wichtigstes Reiseplanungstool.

Meine OneNote-Liste habe ich folgendermaßen strukturiert:

  • Organisatorisches: Hier habe ich alles notiert, was wir VOR der Abreise organisieren und abklären müssen, also z.B. Flüge und Unterkunft buchen, Reiseapotheke zusammenstellen, Reiseimpfungen holen, Reiseroute planen, Auslandskrankenversicherung und Reisedokumente (v.a. Reisepass!) checken etc.
  • Packliste: Meine Packliste bestand aus den Abschnitten Reiseequipment (z.B. Rucksäcke, Reisehandtücher, Seidenschlafsäcke, Aufladegeräte, Kamera, Laptops, Kontaktlinsen etc.), Kleidung und Kosmetik
  • Reiseroute und tägliches Leben: Hier habe ich grob unsere Reiseroute geplant (die wir dann vor Ort komplett umgeschmissen haben) und Links zum täglichen Leben in Bali bzw. Indonesien gespeichert

Meine Packliste: Kleidung

Ich hatte wirklich nicht viele Klamotten mit. Da es in Bali konsequent 26-30 Grad hat, braucht man so gut wie nie eine Jacke oder viele Wechselsachen. Ich hatte insgesamt:

  • zwei kurze Hosen (wobei eine schon nach drei Tagen kaputt gegangen ist)
  • eine leichte lange Hose
  • fünf Tops
  • einen Bikini und
  • ein Paar Flip Flops

mit. Meine Sneaker hatte ich auf der Reise an, ebenso wie eine bequeme lange Hose und einen langärmeligen Hoodie. Wenn überhaupt, braucht man im Flieger lange Sachen, denn da war es teilweise ganz schön kühl. Da wir die aber anhatten, war im Rucksack genügend Platz für die anderen Dinge. Vor Ort habe ich mir dann noch einen Sarong gekauft und diesen von Zeit zu Zeit als Rock oder Kleid „zweckentfremdet“.

Meine Packliste: Kosmetik

Was die Planung der Reisekosmetik angeht, da habe ich mich ausgetobt – irgendwie klar. Es war pure Freude und je mehr ich geplant habe, desto mehr habe ich mich auf Bali gefreut. Ganz am Anfang habe ich erst einmal ein Blick in mein Badezimmer geworfen und geschaut, was ich so täglich an Produkten nutze und welche ich davon überhaupt brauchen könnte. Danach habe ich meine Liste mit Produkten ergänzt, die bei einer Reise in ein tropisches Land unbedingt dabei sein müssen, die man aber in Deutschland nicht unbedingt täglich nutzt - wie Sonnencreme, Mückenschutz, After Sun etc.

Mein nächster Schritt ging ins Netz. Ich habe Blogposts und Foren nach Tipps durchstöbert, was man zur Not auf Bali kaufen kann und was man aus Deutschland mitbringen sollte. Mückenschutz, zum Beispiel, könnte man vor Ort kaufen, Sonnencreme sei verhältnismäßig teuer. Mit diesen Infos und meiner vorläufigen Liste habe ich dann online und zu Hause nach Produkten gesucht, die passen und die größenmäßig auch in meine Kosmetiktasche passen. Dabei habe ich meine bisherige Liste radikal zusammengekürzt, weil ich mich fast ausschließlich auf multifunktionale und 2in1-Produkte konzentriert habe. Was ich letztendlich mitgenommen habe und welche Erfahrungen ich vor Ort gemacht habe, erfahrt ihr in diesem Video:

Hier sind noch einmal alle Produkte im Überblick plus meine persönlichen Produkthighlights:

  • EQ Evoa Creme + Stick SPF 50+: Wenn wir lange unterwegs waren und keine Tasche dabei hatten, habe ich mir den Stick einfach um den Hals gehangen.
  • EQ Evoa Sun Stick SPF 50+Purple: Kleine Spielerei mit großem Spaßfaktor und ganz viel Wirkkraft. Geht auch als Lippenstift.
  • Officina Naturae Sunscreen Fluid SPF 50: Die duftneutrale Sonnencreme hat für uns beide ganze zwei Wochen gereicht und passt trotzdem ins Handgepäck. Auch für Kids ideal.
  • Oliveda SOS Olivenblattgel: Meine Notfallhilfe für’s Handgepäck – lindert Sonnenbrand und Juckreiz, kühlt bei Mückenstichen und beruhigt aromatherapeutisch mit Rosmarin und Menthol.
  • Per Purr Sunlike Soap: Zimtpulver peelt sanft Körper und Gesicht, Betacarotin bereitet die Haut auf die Sonne vor. Mein absolutes Must-Have im Sommerurlaub.
  • Dr. Bronner Hand-Hygienespray: Gehört bei mir in jede Tasche. Ich liebe den intensiven Duft von natürlichem Lavendel.
  • Dr. Bronner Stückseife Teebaum: Gesichtsseife, Duschgel, Shampoo und natürlicher Mückenschutz in einem.
  • Oz Naturals Vitamin C-Serum: Leichte, aber intensive Gesichtspflege, die die Haut auch bei tropischen Temperaturen atmen lässt.
  • Agronauti Ariel Gesichtscreme: Für die seltenen Fälle, in denen meine Haut mal bisschen mehr Pflege brauchte. Super praktisch im großzügigen Sachet, inklusive natürlichem Lichtschutzfaktor.
  • Biopark Ätherisches Teebaumöl: Mein natürlicher Mückenschutz (mit Teebaumwasser verdünnt) für den Körper.
  • Akamuti Teebaumwasser: Sanftes Gesichtswasser, After-Sun-Spray und natürlicher Mückenschutz (mit Teebaumöl) in einem.
  • Hydrophil Bambuszahnbürsten: Absolute Fliegengewichte und damit ideal für’s Handgepäck. Weiterer Pluspunkt: Falls man sie nicht wieder mit zurücknimmst, verursacht man keinen Plastikmüll.
  • Go&Home Summer Splash Styling Gel: Ich dufte nach Sommer und meine Naturlocken bekommen intensive Feuchtigkeit.
  • EQ Evoa Perfume Oil Enjoy: Der Duft von Sommer und Wärme auf meiner Haut, ohne Angst vor Pigmentflecken. Für mich das ideale „Parfum“ für den Sommerurlaub.

Das habe ich vor Ort gekauft:

  • Wattepads
  • Mückenschutz (Sofell)
  • Sonnenschutz (es gibt auf Bali auch Sonnenschutz mit natürlichem, mineralischem Lichtschutzfilter, generell pro Flasche/Tube etwa 7-10€)

Keine Angst vorm Nachkaufen. In größeren Städten, vor allem in Ubud, habe ich vom Deo bis zur Zahnpasta alles in Naturkosmetikqualität gesehen, zu teilweise sehr erschwinglichen Preisen. Auch die Guardian Pharmacy, die es in allen Städten gibt, führt sehr viele natürliche Alternativen. Sonnencreme mussten wir irgendwann nachkaufen und ja, sie ist für indonesische Verhältnisse sehr teuer, andererseits hätte ich das gleiche Geld in Deutschland auch ausgegeben. Von daher war es für mich eine erträgliche Investition.

Ich hoffe, euch hat dieser kleine Einblick in meine Reiseplanung gefallen. Hier seht ihr noch ein paar Bilder, wie letztendlich meine Kosmetiktasche aussah. Ein paar Dinge sind auf dem Rückweg dann auch direkt in Bali geblieben, wie die Dr. Bronner Seife - die haben wir komplett aufgebraucht.

Drei Wochen Bali: Warum ich mit Handgepäck reise
Drei Wochen Bali: Warum ich mit Handgepäck reise
Drei Wochen Bali: Warum ich mit Handgepäck reise
Drei Wochen Bali: Warum ich mit Handgepäck reise
Drei Wochen Bali: Warum ich mit Handgepäck reise
Drei Wochen Bali: Warum ich mit Handgepäck reise
Drei Wochen Bali: Warum ich mit Handgepäck reise
Drei Wochen Bali: Warum ich mit Handgepäck reise

Hey, ich bin Lucie. Naturkosmetikjunkie. Greentrepreneurin. Skinfood-Lover. Und Seelenmensch.

Seit 2015 ist PUURE meine Welt, in der sich alles um Naturkosmetik und natürliche Schönheit dreht. Ich möchte dir zeigen, wie wunderschön und hochwertig Naturkosmetik sein kann und wie deine Haut von einer gesunden Ernährung und einer positiven Lebenseinstellung profitieren kann.

Ich freue mich sehr, dass du hier bist. Du hast persönliche Fragen? Dann schreib mir an lucie@puure.de.